Aktuelles, Pressemitteilungen

PM #01 Aktion Standesamt 2018 zum IDAHOBIT

Berlin/Frankfurt/Freiburg/Karlsruhe/Köln
Mai 2018

Wir brauchen einen selbstbestimmten Geschlechtseintrag!

Am Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit (17.5.) startet die bundesweite Kampagne » Aktion Standesamt 2018 «.

Der Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 10. Oktober 2017 schreibt eine Neuregelung des Personen­stands bis Ende 2018 vor: Entweder wird der Personenstand für alle abgeschafft oder ein dritter positiver Geschlechtseintrag eingeführt. Die Aktion Standesamt 2018, ein bundesweites Bündnis aus Trans*, Inter* und queeren Gruppen und Einzelpersonen, setzt sich sowohl für die Abschaffung des Geschlechts­eintrags in offiziellen Dokumenten, als auch für eine selbstbestimmte dritte Option ein.

Der internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit (IDAHOBIT) erinnert an den Tag, als Homosexualität aus der Liste der psychischen Krankheiten gestrichen wurde.

» Es gibt viele Menschen in diesem Land, die aus unterschiedlichen Gründen nicht in die Kategorie › weiblich ‹ oder › männlich ‹ passen. Sollte der Gesetzgeber ein Jahr nach dem Urteil des Bundesverfassungs­gerichts kein geeignetes Gesetz geschrieben haben, werden wir in einer Aktionswoche im Oktober selbst handeln: Wir werden alle bei unseren Standesämtern beantragen, dass unser Geschlecht korrekt in unsere Daten aufgenommen wird «, erklärt Chris Karflug für das Bündnis.

Die Aktion Standesamt fordert, dass der Personenstand nach Geburt bei allen Menschen bis zu einem mündigen Alter freigelassen wird. Unabhängig davon muss neben weiblich und männlich sowohl das Leerlassen als auch ein dritter positiver Geschlechtseintrag gewährleistet sein. Änderungen des Personen­stands sollen auf eigenen Antrag und ohne Fremdeinschätzung durch medizinische oder psycho­therapeutische Gutachter*innen passieren.

» Der Gesetzgeber muss endlich verstehen, dass es Menschen gibt, die weder männlich noch weiblich sind. Wir wollen im neuen Gesetz keine psychiatrischen Gutachten wie aktuell im Transsexuellengesetz und wir wollen, dass intergeschlechtliche Menschen nicht mehr durch Zwang und Gewalt in zwei Kategorien gepresst werden «, erklärt Karflug die Beweggründe der Aktion.

Von Mai bis zum Oktober 2018 finden in zahlreichen Städten Informationsveranstaltungen statt. Informationen zur Unterstützung sowie zur Teilnahme an der Aktion stehen auf unserer Webseite und Social Media Kanälen bereit.

Presse- und Bildanfragen: Eliad Baumann, presse@aktionstandesamt2018.de, 0163 269 3287

Bilder sowie Hintergrundinformationen sind hier zu finden: https://tinyurl.com/ast2018presse

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